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Projekt Mediaserver: Die Hardware

In diesem Artikel der Mediaserver Serie will ich etwas genauer auf die verbaute Hardware eingehen. Nach einem halben Jahr haben sich die Vor und Nachteile der einzelnen Komponenten klar heraus gestellt. Zum Teil 1 der Serie geht es hier.

Das Mainboard:

AMD E45M1-M PRO microATX Mainboard

Mainboard

Das Mainboard ist mit einem AMD Fusion E-450 Dualcore bestückt, der bei 1,65 GHz taktet. Leider habe ich beim Kauf nicht  richtig aufgepasst und mich für die aktiv gekühlte Variante entschieden. Dafür bietet das Board zwar mehr Möglichkeiten, die bezahlt man aber mit dem Lärm des Lüfters. In der Praxis wird der Prozessor allerdings selten wirklich warm, so dass man den Lüfter oft runter regeln bzw. ganz aus machen kann und er am Ende von den Festplatten übertönt wird. Außerdem habe ich den Lüfter durch eine leisere Alternative ausgetauscht und mit Gummischrauben auf den Kühlkörper gebastelt. Vorher hatte der Lüfter immer ein Resonanzbrummen erzeugt.

Zusätzlich integriert ist ein ATI Radeon HD 6320 Grafikchip. Das Tragisch ist: Ich habe leider keinen dieser tollen Fernsehre mit HDMI Eingang. (Ja das macht den Mediaserver in bestimmten Bereichen sinnlos, aber er hat ja noch andere Aufgaben.) Mit dem Treiber könnte es unter Linux natürlich auch schlecht aussehen, aber genau sagen kann ich dazu leider nichts. Laut Asus soll der Chip allerdings DirectX11 und Full HD unterstützen.

Für reichlich Speicherplatz bietet das Mainboard 5 Sata (III) Ports, was für diese kleinen Mainboards recht ansehnlich ist. Einen RaidController gibt es “leider” nicht, was aber kein Problem ist, da ich ohnehin ein Softwareraid benutzen wollte, was selbst mit der kleinen CPU ganz gut funktioniert. (Eine Diskussion Softwareraid vs. Hardwareraid will ich hier eigentlich nicht anfagen.). Die zwei DDR3 Ram Bänke unterstützen insgesamt 8 GB RAM, was auch ausreichen sollte. Zum erweitern bietet das Mainboard einen  PCIe 2.0 x16 Slot, einen  PCIe 2.0 x1 Slot und zwei herkömmliche PCI Slots. Zusätzlich gibt es  2 USB 3.0 Ports und alles was sonst für ein Board üblich ist. (Weitere Details gibt es hier)

Das Gehäuse:

Lian Li Muse PC-C37B Desktopgehäuse

Das Gehäuse ist echt schick, sehr praktisch konzipiert und gut Verarbeitet. Um ordentlich in das HiFi Regal zu passen musste es allerdings ein Low-Profile Gehäuse sein, was zwei Nachteile mit sich bringt die man allerdings verschmerzen kann. Zum Ersten hat man im Gehäuse wenig Platz für Festplatten und Co (Es gibt grade mal 2 * 3,5″) und zum Zweiten ist man bei der Wahl weiterer PCI Karten sehr eingeschränkt.

Die Soundkarte

Audiotrak Prodigy HD 2

Bei der Soundkarte war mir ein guter analoger Stereousgang wichtig. Ich wollte mir weder einen D/A Wandler kaufen, noch hat mein Verstärker einen. Im HiFi Forum wurde sowohl die Soundkarte als auch der verbaute D/A Wandler oft gelobt, deshalb habe ich mich für diese Karte entschieden. Außerdem konnte ich nur eine Low Profile Soundkarte nutzen was die Auswahl sehr einschränkt. Die Soundkarte ist eigentlich in Deutschland nicht zu bekommen, allerdings hatte ich wohl etwas Glück und der frühere Händler hatte noch eine im Lager die er mir verkauft hat. Die Soundkarte macht ihren Job sehr gut und die Investition (ca 100€) hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Treiberunterstützung unter ALSA könnte allerdings besser sein (Die Lautstärkeregler kennen nur an und aus).

Sonstiges:

Bei den Festplatten habe ich mich für zwei 2TB Seagate Baracuda Green 5900.3 entschieden. Durch die langsamere Geschwindigkeit erhoffe ich mir eine längere Haltbarkeit und einen geringeren Stromverbrauch. Ich habe die Platten halbiert und ein RAID 1 und ein RAID 0 installiert. So habe ich 3 TB speicher und 1TB davon auf beiden Platten liegen. Die Festplatten sind meiner Meinung nach relativ laut und haben beide ein periodisches Klicken, was ich bisher nicht beheben konnte.

Zu dem Netzteil Seasonic X-460 460W Fanless ist eigentlich nicht viel zu sagen. Es ist Modular, was dem geringen Platz im Gehäuse entgegen kommt und es ist Lüfterlos! Thats it.

Die restliche Hardware bedarf wohl keiner weiteren Erklärung.

Dann also im nächsten Teil die Software …

1 Kommentar

  1. Danke für den Bericht. Geht sehr in die Richtung, wie ich mir das auch vorstelle – ich scheue aber immer noch den Aufwand, weil ich gleich die fast perfekte Lösung suche, damit das Gerät auch mehrere Jahre Freude macht. Wichtig ist mir dabei besonders die Geräuschlosigkeit, deswegen würde ich dann bei den Festplatten nochmal überlegen – bringt das “HDD Anti Vibration Kit” des Gehäuses nichts?

    Gabs seit Juni neue Erkenntnisse? Würdest Du jetzt andere Komponenten empfehlen?

    Was kostete das gute Stück in Summe?

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